Alltagsmarginalien (4).

So eine erzwungene Auszeit hat mitunter seltsame Auswirkungen. Zum Beispiel mein Tagesrhythmus. Ich bin ja eher eine „Eule“. Ein Morgen ohne Kaffee ist ein verschenkter (und für meine direkte Umwelt schwieriger) Morgen, ich komme am späten Vormittag in meine sozialkompatible Phase und nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr bin ich unglaublich gut im Texte schreiben. Dafür halte ich abends länger durch. Meine Schlafenszeit ist zwischen halb 12 und halb eins.

(Sie merken: wir haben keine Kinder.)

Ich zwinge mich aber mit preußischer Disziplin zum frühen Aufstehen, Miteinanderreden und arbeiten, mit ganz unterschiedlichen Qualitäten und Ergebnissen.

Aber zurück zur Eule. Seit Beginn meiner Bänderriss-Auszeit verschiebt sich mein Tagesrhythmus eindeutig in Richtung meiner chronobiologisch angelegten Eulen-Gene. Vor halb neun bin ich nicht wach, ich lege gern nochmal ein Mittagsschläfchen auf dem Sofa ein und komme ansonsten definitiv noch später ins Bett als vorher.

Ich verlottere. Oder mein Körper will es so. Nein, meine GENE wollen es so! Und wer kann schon gegen seine Anlagen? Ich muss da wohl dringend was an meinem Tagesrhythmus ändern, wenn ich wieder arbeitsfähig bin.

 

5 Gedanken zu „Alltagsmarginalien (4).

  1. Das würde ich auch so gern. Ich würde so gern jeden Tag bis neun schlafen. Mein Kind wäre da – tolle Gene – auch gern dabei. Nur Job und Kita machen das zunichte, und schon allzu bald die Schule, die ja Immer noch zur Unzeit um acht Uhr beginnt.

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